Adobe Goes Symantec

Bis anhin war ich immer ein glühend heisser Verfechter von Adobe: die Produkte aus diesem Haus hatten zwar ihren Preis, konnten jedoch stets durch Qualität und Funktionalität überzeugen. Nicht umsonst sind sie das Mass aller Dinge im Grafik- und Bildbearbeitungsbereich.

Meine Sympathie für Produkte dieser Softwareschmiede erfuhr einen ersten kleinen Dämpfer, als mit der Lancierung von Adobe Creative Suite CS2 erstmals eine Zwangsaktivierung Pflicht wurde. Das obligate Freischalten von Software zieht seit Windows XP stetig weitere Kreise und soll Raubkopierern das Handwerk legen. Dafür muss man, denke ich, durchaus Verständnis aufbringen.

Diese Prozedur des Freischaltens rechtmässig erworbener Software hat jedoch weit mehr Tücken als gemeinhin angenommen wird. Das Prinzip der Softwareaktivierung funktioniert mehrheitlich nach ein und demselben Schema: beim Verbindungsaufbau übers Internet berechnet ein Herstellerprogramm aus der Produkt-ID und vorgefundener Hardware-Komponenten eine individuelle Prüfsumme (Installation ID). Diese wird auf Ihrer Festplatte zwischengespeichert und zwar im allgemeinen in einem nicht zugänglichen Sektor ausserhalb des Dateisystems. Dieses Verdongeln von Hard- und Software hat zur Folge, dass bei einem Austausch bestimmter Hardware-Komponenten eine abermailige Aktivierung des Programms zwingend erforderlich ist. Nach der zweiten Internetaktivierung ist Schluss, danach hilft nur noch die telefonische Hotline. Microsoft ist da schon wesentlich kulanter und akzeptiert fünfmalige Aktivierung. Bei jedem auch noch so kleinen Eingriff in die Hardwarekonfiguration Ihres Rechners empfiehlt es sich daher, Ihr Programm vorher per Internet deaktivieren zu lassen. Keine grosse Sache, wären da nicht die bekannten Probleme beim Einsatz von aktivierungspflichtiger Software auf RAID-Systemen oder beim Zurückspielen von Festplattenimages.

Das Fass wirklich zum Überlaufen bringt aber der neue Acrobat Reader 7.xx, ein Gratistool, das wohl auf jedes Betriebssystem gehört … dachte ich. Seine zahlreichen Bugs auch nach der achten Update Version lassen sich noch verschmerzen, auch die Tatsache, dass er nur minim schneller ist als die müde Vorgängerversion 6.xx und dabei noch mehr RAM verbrät. Dass er aber zudem noch erhebliche Probleme bei der XP Shutdown Routine verursacht, welche dem Hersteller zwar bekannt sind, welche er aber geflissentlich ignoriert, kann doch nicht wahr sein!! Lesen Sie dazu folgende Aussage:

Adobe : TechNote zu Adobe Reader 7

Sie staunen … ich auch. Einfach den Stecker am Rechner rausziehen und schon klappts auch mit dem Nachbarn, gell?!

Kommentar schreiben 18. März 2007


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